Archiv der Kategorie: Unterwegs mit …

RMN043 Polarstern Open Ship 2017

Stürmisch war es an diesem Aprilsonntag auf der Lloyd-Werft in Bremerhaven. In doppeltem Sinne: Einerseits wehte es tatsächlich mit 6 – 7 Windstärken, andererseits stürmten auch – wie tags zuvor – über 3000 Menschen auf das Gelände, um einmal die „Polarstern“, den deutschen Forschungseisbrecher, aus der Nähe zu bestaunen. Das waren viel mehr Menschen, als das begrenzte Raumangebot auf dem Schiff gefahrlos zugelassen hätte. Und so wurde, genau in dem Moment als Lars Naber und ich dort ankamen, der Weg zum Schiff aus Sicherheitsgründen gesperrt. Damit wären die mehr als 300 km, die wir dafür zurückgelegt hatten, eine vergebliche Reise gewesen. Doch während wir noch mit der Enttäuschung kämpften, stand plötzlich in all diesem Trubel Frau Kinga Jarzynka aus dem „Communications and Media Relations“-Team des Alfred-Wegener-Instituts, das die „Polarstern“ betreibt, vor uns und wirkte ein kleines Wunder. Lars hatte uns glücklicherweise vorher zu diesem “Open Ship”-Wochenende angemeldet und so wurden wir zwei von ihr persönlich beiseite genommen, mit einem Besucherausweis versehen und direkt bis zur Gangway geführt. Danke, Frau Jarzynka, sie haben uns damit sehr glücklich gemacht. Noch ein bisschen durcheinander von diesem „Willkommen“ starteten wir dann einen Rundgang über das Schiff. Wir sahen uns Labore, Wohn- und Sporträume an, warfen einen Blick in den Roten Salon, den Operationsraum und – am Helikopterdeck vorbei – auf die Brücke. Unterwegs durften wir WissenschaftlerInnen und Besatzungsmitgliedern unsere Fragen stellen und haben ausschließlich kompetente und freundliche Antworten bekommen. Hätte man uns am Ende nicht ebenso freundlich von Bord gebeten, wer weiß, vielleicht wären wir noch immer dort.

Korrekturen:

  • Tag der Aufnahme war der 23.04.2017 nicht, wie genannt, der 24.04.2017
  • Die Polarstern ist nicht das einzige deutsche Forschungsschiff, nur – vermutlich – das bekannteste. Es gibt zahlreiche andere wissenschaftlich genutzten Schiffe. Unter anderen sind das Meteor, Sonne, Maria S. Merian, Alkor, Heincke, Elisabeth Mann Borgese.
  • BRZ heißt “Bruttoraumzahl”
  • Die Treppen eines Schiffes heißen “Niedergänge”.
  • von Dr. Thomas Ronge: “die Halbwertszeit für 14C ist ~5730 und nicht 5300 Jahre”

Am Mikrofon: Lars Naber, Martin Rützler und viele großartige Spontangäste

Aufnahme vom 23.03.2017 – Dauer: 2:35:08

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RMN041 Heinz-Nixdorf-Museumsforum (Teil 2)

Dies ist die Fortsetzung des in Episode 39 begonnenen Besuchs des Heinz-Nixdorf-Museumsforums in Paderborn. Wieder war ich mit Lars Naber vom Auf Distanz – Podcast gemeinsam in der Computerausstellung unterwegs. Diesmal hatten wir uns die zweite Etage des Hauses vorgenommen, für die die Zeit beim ersten Besuch im Dezember 2016 nicht mehr gereicht hatte. Und wieder brauchten wir viel länger, als ursprünglich eingeplant. Denn auch – und gerade – bei den ersten PCs und Heimcomputern, lässt sich viel bestaunen und manche persönliche Erinnerung wird dadurch geweckt. Egal ob es sich um einen “C64” Computer dreht oder um das Telespiel “Pong”, diese Zeit haben wir beide, Lars und ich, selbst miterlebt. Es war also auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. Und auch bei diesem zweiten Besuch kommt der Spieltrieb wieder voll auf seine Kosten. Wer kann schon von sich behaupten, Herr über 49 Winkekatzen gewesen zu sein. Gleichzeitig!

Auch diesmal geht wieder ein besonderer Dank an Andreas Stolte, den Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des HNF. Wir haben uns über seine positive und aufmunternde Rückmeldung zu unserem ersten Besuch (vgl. RMN039) sehr gefreut.

Aufnahme vom 04.02.2017 – Dauer: 4:09:00

Am Mikrofon Lars Naber und Martin Rützler

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RMN039 Heinz-Nixdorf-Museumsforum (Teil 1)

HNF Lars und Martin im Spiegel

Bis vor wenigen Jahren konnte man den Namen “Nixdorf” noch oft an Geldautomaten sehen. Die Firma Nixdorf stand für den rasanten Aufstieg einer kleinen westfälischen Firma zu einem ganz großen Player in der internationalen Computerwelt. Ihr Gründer und Leiter Heinz Nixdorf gilt vielen noch immer als ein bedeutender deutscher Computerpionier und sozialer Unternehmer mit pfiffigen Ideen, der leider 1986 auf der CeBit einen Herzinfarkt nicht überlebte. Auch die Firma gibt es nicht mehr. Der ehemalige Firmensitz ist heute Standort des nach dem Gründer benannten Heinz Nixdorf Museumsforums (HNF). Es ist – nach eigenen Aussagen – das größte Computermuseum der Welt. Aus einer Sammlung von 6000 Exponaten haben die Kuratoren etwa 2000 in die ständige Ausstellung genommen. Sie führt die Besucher auf einem Zeitstrahl durch rund 5000 Jahre “Bürotechnik”. Beginnend mit der Dokumentation und Abrechnung von babylonischen Getreidelieferungen mit Keilschrift auf Tontafeln bis zum allgegenwärtigen digitalen Begleiter, unserem Smartphone.
Lars Naber (@susticle) vom “Auf Distanz”-Podcast und ich hatten während einer längeren Autofahrt die Idee für den gemeinsamen Besuch dieser Ausstellung geboren. Mikrofon und Recorder durften dabei natürlich nicht fehlen. Was wir nicht ahnten: Wenn zwei “große Jungs” aus dem Staunen nicht herauskommen, reicht ein Tag für 2000 Objekte nicht aus. So schafften wir nur die erste von zwei Etagen. Grund genug, noch einmal wiederzukommen.

An dieser Stelle möchten wir Andreas Stolte, dem Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des HNF danken, der unsere Anfrage so rasch und positiv beantwortet hat.

Aufnahme vom 10.12.2016 – Dauer: 3:47:42

Es sprechen Lars Naber und Martin Rützler

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