RMN042 Zu Besuch bei Julitta Münch

 

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Was passiert, wenn ich für ein Gespräch nur eine begrenzte Zeit habe? Ich rede schneller. Und was passiert, wenn ich einem meiner Radio-Idole gegenübersitze? Ich rede noch schneller. Tja, nun. – Es war ein wunderbarer Nachmittag, den ich bei Julitta Münch im Schloss Eulenbroich in Rösrath verbringen durfte. Was ich vermutete, hat sich bestätigt. Ich konnte etwas lernen. Lernen, was es heißt, Interviewgespräche auf Augenhöhe zu führen. Und wie wichtig es ist, das Gespräch auch dann nicht abzubrechen, wenn die Kommunikation schwierig wird. Sondern im Gegenteil: Gerade dann kommt es darauf an, einander möglichst unvoreingenommen zuzuhören. Allerdings nicht ohne klare Spielregeln. Respektvoller Umgang in Wort und Tat vorausgesetzt (und eingefordert!), soll jeder seine oder ihre Botschaft verkünden können. So hat es Julitta Münch in unserem Gespräch auf den Punkt gebracht. Sie hat in unzähligen Radiosendungen – in NRW besonders bekannt: “Hallo-Ü-Wagen” – das Gespräch mit dem “ungecasteten” Bürger gesucht und gefunden. Menschen, die wenige Minuten vor der Sendung von ihrer Teilnahme noch nichts ahnten, wirkten darin mit, waren beteiligt. Beteiligt am Gedankenaustausch und an der Diskussion. Sie mit so leichter Hand ins Gespräch einzubinden, ist das besondere Talent von Julitta Münch. Aber es ist vor allem auch Erfahrung, Kampfgeist und sogar eine Prise Demut. Jedenfalls eine Mischung, von der ich mir gern noch sehr viel mehr abgeguckt hätte. Aber die liebe Zeit, sie ging so schnell vorüber. Danke, Frau Münch, er war ein großartiges Erlebnis für mich.

Aufnahme vom 14.02.1017 – Dauer: 1:45:18

Am Mikrofon: Julitta Münch und Martin Rützler

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RMN041 Heinz-Nixdorf-Museumsforum (Teil 2)

Dies ist die Fortsetzung des in Episode 39 begonnenen Besuchs des Heinz-Nixdorf-Museumsforums in Paderborn. Wieder war ich mit Lars Naber vom Auf Distanz – Podcast gemeinsam in der Computerausstellung unterwegs. Diesmal hatten wir uns die zweite Etage des Hauses vorgenommen, für die die Zeit beim ersten Besuch im Dezember 2016 nicht mehr gereicht hatte. Und wieder brauchten wir viel länger, als ursprünglich eingeplant. Denn auch – und gerade – bei den ersten PCs und Heimcomputern, lässt sich viel bestaunen und manche persönliche Erinnerung wird dadurch geweckt. Egal ob es sich um einen “C64” Computer dreht oder um das Telespiel “Pong”, diese Zeit haben wir beide, Lars und ich, selbst miterlebt. Es war also auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. Und auch bei diesem zweiten Besuch kommt der Spieltrieb wieder voll auf seine Kosten. Wer kann schon von sich behaupten, Herr über 49 Winkekatzen gewesen zu sein. Gleichzeitig!

Auch diesmal geht wieder ein besonderer Dank an Andreas Stolte, den Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des HNF. Wir haben uns über seine positive und aufmunternde Rückmeldung zu unserem ersten Besuch (vgl. RMN039) sehr gefreut.

Aufnahme vom 04.02.2017 – Dauer: 4:09:00

Am Mikrofon Lars Naber und Martin Rützler

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RMN040 #33C3 Rundgang mit Jan

Auf Thermodrucker ausgedruckter Tweet von Martin Rützler

Quelle: https://twitter.com/MartinRuetzler/status/814498298023251968

Wie schon beim #32c3 und dem #31c3 haben Jan Giessmann (@janzwitschert) und ich auch in diesem Jahr (2016) wieder gemeinsam eine Runde über den Chaos-Communication-Congress gedreht. Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste: In mir zog bereits eine Erkältung auf. Deswegen kommt die Aufnahme etwas weniger spritzig daher, als im letzten Jahr. Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass wir uns schon am vierten und letzten Tag befanden. Und da wir schon am Tag 0 angereist waren, fühlte es sich sogar eher noch nach dem 5. Tag an.

Aufnahme vom 30.12.2016 – Dauer: 1:03:44

Am Mikrofon: Jan Giessmann und Martin Rützler

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“33c3 Ich war dabei”

Zum 33. Mal hatte der Chaos-Computer-Club Ende 2016 wieder zur alljährlichen “Jahresendfeier” nach Hamburg gerufen. Ich bin (leider) kein Hacker. Aber auch für die Podcastwelt war auf dem “Chaos-Communication-Congress” wieder Platz. Denn erneut war ein “Sendezentrum” aufgebaut, das gefühlt der Dreh- und Angelpunkt der gesamten ersten Etage gewesen ist. Ulrike Kretzmer (@DieUlrike) und Martin Fischer (@nitramred) schufen gemeinsam mit Tim Pritlove (@timpritlove) eine große “Spielwiese” aus PodcasterInnenbühne und PodcasterInnentisch. Auch die PodcastpatInnen hatten ihre “Assembly” aufgebaut und so war der größte Teil des Garderobenfoyers 1 ganz in der Hand der “Audionerdinen” und “Audionerds”.

Neben unzähligen individuellen Gesprächen bestand mein Beitrag vorrangig darin, die Idee der wisspod.de Webseite bekannt zu machen. So stand ich beim Wisspod-Quiz gemeinsam mit Nicolas Wöhrl (@icewalker1974) und Daniel Meszner (@meszner) auf der Bühne und saß gemeinsam mit ihnen beim „Wisspod-Inside-Talk“ am Podcastertisch.

Wisspod-Quiz
https://media.ccc.de/v/33c3-393-wisspod-quiz

Wisspod-Inside
http://radiomono.net/diverses/audios/33c3-wisspod-inside.mp3

 

Zwischendurch durfte ich als „Herald“ andere Bühnenangebote im Sendezentrum ansagen.

Bild: Daniela

Quelle: https://twitter.com/danielasgedanke/status/813770346725785601

RMN039 Heinz-Nixdorf-Museumsforum (Teil 1)

HNF Lars und Martin im Spiegel

Bis vor wenigen Jahren konnte man den Namen “Nixdorf” noch oft an Geldautomaten sehen. Die Firma Nixdorf stand für den rasanten Aufstieg einer kleinen westfälischen Firma zu einem ganz großen Player in der internationalen Computerwelt. Ihr Gründer und Leiter Heinz Nixdorf gilt vielen noch immer als ein bedeutender deutscher Computerpionier und sozialer Unternehmer mit pfiffigen Ideen, der leider 1986 auf der CeBit einen Herzinfarkt nicht überlebte. Auch die Firma gibt es nicht mehr. Der ehemalige Firmensitz ist heute Standort des nach dem Gründer benannten Heinz Nixdorf Museumsforums (HNF). Es ist – nach eigenen Aussagen – das größte Computermuseum der Welt. Aus einer Sammlung von 6000 Exponaten haben die Kuratoren etwa 2000 in die ständige Ausstellung genommen. Sie führt die Besucher auf einem Zeitstrahl durch rund 5000 Jahre “Bürotechnik”. Beginnend mit der Dokumentation und Abrechnung von babylonischen Getreidelieferungen mit Keilschrift auf Tontafeln bis zum allgegenwärtigen digitalen Begleiter, unserem Smartphone.
Lars Naber (@susticle) vom “Auf Distanz”-Podcast und ich hatten während einer längeren Autofahrt die Idee für den gemeinsamen Besuch dieser Ausstellung geboren. Mikrofon und Recorder durften dabei natürlich nicht fehlen. Was wir nicht ahnten: Wenn zwei “große Jungs” aus dem Staunen nicht herauskommen, reicht ein Tag für 2000 Objekte nicht aus. So schafften wir nur die erste von zwei Etagen. Grund genug, noch einmal wiederzukommen.

An dieser Stelle möchten wir Andreas Stolte, dem Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des HNF danken, der unsere Anfrage so rasch und positiv beantwortet hat.

Aufnahme vom 10.12.2016 – Dauer: 3:47:42

Es sprechen Lars Naber und Martin Rützler

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RMN038 #ganzohr2016 – Vorstellungs- und Feedbackrunde

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Foto: Lothar Bodingbauer

kaffeemaschine21 Podcasterinnen und Podcaster, die sich der Vermittlung von Wissen(schaft) über Hörbeiträge verschrieben haben, trafen sich am 22. Oktober 2016 in den Räumen der itemis GmbH in Stuttgart zum inzwischen vierten “Ganz Ohr” Workshop. Auch diesmal wurden in thematisch vordefinierten Gesprächsrunden zahlreiche Gedanken und Erfahrungen ausgetauscht, aber auch Ideen für die zukünftige Gestaltung von Podcasts sowie von Maßnahmen zur Bewerbung des wisspod-Angebotes besprochen. Eine eigenwillige Kaffeemaschine stellte zusätzliche Herausforderungen an die Teilnehmenden. Doch auch diese konnte die durchweg positive Stimmung des Tages nicht trüben. Wer vor Ort war und wer welche Eindrücke schließlich vom Tag in Stuttgart mitgenommen hat, ist in diesem Zusammenschnitt aus Vorstellungs- und Feedbackrunde zu hören.

Aufnahme vom 22.10.2016 – Dauer: 0:31:54

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Podstock 2016 – Vorstellungs- und Feedbackrunde

Ich habe beim Podstock 2016 den “Bühnenokel” gemacht. Branko wird die Vorstellungs- und Feedbackrunde später noch offiziell im Podstock-Feed veröffentlichen. Hier schon mal eine kleine Vorabversion von mir:

Vorstellungsrunde (Freitag)
http://radiomono.net/diverses/audios/Podstock2016-1-Vorstellungsrunde.mp3

Feedbackrunde (Sonntag)
http://radiomono.net/diverses/audios/Podstock2016-2-Feedbackrunde.mp3

Noch mehr Podstock 2016 zum Nachhören gibts hier:
https://docs.google.com/spreadsheets/d/1fShWUhHGoz0uw9zpGhVYGDDjWco8HeYfjaqWmcIKxF8/edit#gid=0

(c) Michael Vogt

(c) Michael Vogt

 

RMN037 MS Wissenschaft 2016

12-image3(1)Nach 2014 und 2015 war ich nun zum 3. Mal im Bauch der MS Jenny, die während ihrer Ausstellungsfahrten für das BMBF den Namen zeitweise auf “MS Wissenschaft” wechselt. Wie im letzten Jahr wurde ich von Dr. Nicolas Wöhrl kompetent und vor allem humorvoll begleitet. Auch wenn uns die Biologie und im speziellen die Meeresbiologie verhältnismäßig fremd sind, konnten wir doch einige sehr interessante Impulse aus dieser gelungenen Ausstellung zum Thema “Meere und Ozeane” mitnehmen. Viele gut durchdachte Exponate wurden in ungewöhnlicher, doch sehr freundlicher Atmosphäre präsentiert. Insgesamt war der Besuch des schwimmenden Sciende-Centers auch in diesem Jahr wieder ein rundum gelungenes Erlebnis.

Aufnahme vom 21.08.2016, Dauer: 1:56:12

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RMN036 Podstock 2016 – Blick an den Himmel

(c) Lars Naber

94 EinwohnerInnen hat – laut Wikipedia – die kleine Ortsgemeinde Sohrschied im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Für ein Wochenende im August 2016 war sie die Basis für das Podstock (#PodstockDE) Podcast-Festival.
Da unser geschätzter Podcast-Kollege Lars Naber (vom Auf-Distanz-Podcast) ein mobiles Teleskop mitgebracht hatte und uns das Wetter sowie sonstige Himmelsereignisse hold waren, kam es zu dieser spontanen “Session”, nachts auf einer gesperrten Strasse mitten im Nirgendwo.

Alle Details zu seinem Vortrag hat Lars hier zusammengefasst:
http://extras.aufdistanz.de/astronomie/podstock-2016-blick-an-den-himmel/

Aufnahme vom 06.08.2016, Dauer: 2:00:56

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(c) Lars Naber

Rubikon – Tagebuch einer Wehrübung (1989)

PodRevue001Ich war zu Gast in der “PodRevue” mit Sven und Micha. Und davon angestiftet habe ich in alten Unterlagen gewühlt und einen überraschenden Fund gemacht: Das Tagebuch einer Wehrübung aus dem Jahr 1989. Längst vorbei mag man sagen. Doch im Gespräch hatte ich gemerkt, wie einschneidend diese Zeit für mich gewesen ist. Wer Lust hat, da mal reinzuschauen, ich verlinke es hier mal. Es fehlen zwar einige Satzzeichen. Aber mit diesem Schreibstil war ich meiner Zeit damals nur schon voraus :-)

Gulaschkanonier

 

Rubikon – Tagebuch einer Wehrübung (1989)

Wie ich Kriegsdienstverweigerer wurde